| Beziehungen zwischen China und der Schweiz |
| 2008/03/06 |
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I. Politische Beziehungen
Die Schweiz gehört zu den ersten westlichen Ländern, welche die Volksrepublik China anerkannt und mit ihr diplomatische Beziehungen aufgenommen haben. Seitdem die Schweiz am 17. Januar 1950 die Volksrepublik China anerkannte und die beiden Länder am 14. September desselben Jahres diplomatische Beziehungen aufnahmen, haben die Beziehungen zwischen den beiden Ländern eine kontinuierliche Vertiefung und insbesondere eine neue Entwicklungstendenz in den letzten Jahren erfahren. Hochrangige Politiker beider Länder haben sich häufig getroffen, der Austausch und die Zusammenarbeit in allen Bereichen haben sich ständig intensiviert, und die beiden Länder haben in der UNO und anderen internationalen Organisationen gut kooperiert. Im September 2007 haben YANG Jiechi, der chinesische Aussenminister, und Bundespräsidentin Calmy-Rey, Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, bei der 62. Tagung der UNO-Vollversammlung in New York ein bilaterales Gespräch geführt und ein Memorandum of understanding unterzeichnet, das den Beziehungen zwischen China und der Schweiz einen neuen Rahmen und neue Impulse geben soll.
II. Handels- und Investitionstätigkeit
Seit 2002 ist China der wichtigste Handelspartner der Schweiz in Asien. Gemäss der chinesischen Statistik erreichte das Handelsvolumen beider Länder im Jahre 2007 9,443 Mrd. US-Dollar, was einen Zuwachs von 39,6% bedeutete. Davon betrugen die Ausfuhren Chinas in die Schweiz mit einem Wachstum von 43,5% 3,6 Mrd. US-Dollar, während die Einfuhren aus der Schweiz um 37,3% auf 5,843 Mrd. US-Dollar anwuchsen. Bis Ende 2007 belief sich der reale Gesamtbetrag der schweizerischen Direktinvestitionen in China auf 2,815 Mrd. US-Dollar, verteilt auf insgesamt 1046 Projekte. Zur Zeit sind auch einige chinesische Unternehmen darauf vorbereitet, in der Schweiz zu investieren.
Im Juli 2007 haben BO Xilai, der chinesische Wirtschaftsminister, und Bundesrätin Doris LEUTHARD, Vorsteherin des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes, in Beijing eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, in der die Schweiz China als Marktwirtschaft anerkannt hat. Die beiden Seiten haben auch vereinbart, jeweilige Machbarkeitsstudien für ein bilaterales Freihandelsabkommen zwischen China und der Schweiz aktiv voranzutreiben.
III. Wissenschaf und Technologie
Bis Ende 2007 sind zehn Abkommen über wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Regierungen und den zuständigen Organisationen beider Länder unterzeichnet worden, die verschiedene Bereiche wie Grundlagenforschung, Energie, Verkehr und Gesundheit betreffen. Seit 2003 wurden dank der Unterstützung der Regierungen beider Länder zahlreiche Symposien in vier verschiedenen Bereichen veranstaltet, zwei gemeinsame Forschungszentren eingerichtet und viele konkrete Projekte vollzogen. Die beiden Länder werden auch gemeinsam „die Strategie für wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen China und der Schweiz in den Jahren 2008 bis 2011" verwirklichen. Die Schweiz wird in grossem Masse die Fördermittel für die Zusammenarbeit mit China erhöhen, während China ähnliche Massnahmen ergreifen wird. Neben der Zusammmenarbeit auf der Ebene der Regierungen bestehen noch Kooperationen in Bereichen wie Forschung, Anwendung der neuen Technologie zwischen Unternehmen, lokalen Behörden sowie den betreffenden Branchen beider Länder. Immer mehr grosse schweizerische Unternehmen wie Nowartis und Roche haben in China auf Asien und auf die Welt gerichtete Forschungszentren gegründet, die schon von Erfolg gekrönt sind.
Die Schweiz gehört zu den Ländern, von denen China hauptsächlich Technologie importiert. Von 1979 bis Ende 2006 hat China mit der Schweiz kumuliert 1418 Verträge über Technologieimporte unterzeichnet, deren Gesamtbetrag sich auf 3.56 Mrd. US-Dollar beläuft.
IV. Bildung, Kultur und Tourismus
Die Bildung nimmt einen höhen Rang in den bilateralen Beziehungen ein. Seit Anfang der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts tauschen China und die Schweiz Studenten aus. Dieser Austausch wird immer intensiver. Auch viele schweizerische Universitäten, Mittel- und Hochschulen haben mit chinesischen Bildungs- und Forschungsstätten Partnerschafts- oder Kooperationsabkommen geschlossen.
Der Kulturaustausch stellt schon immer eine wichtige Brücke zwischen China und der Schweiz dar. Im Jahr 1998 gaben die beiden Länder ihre erste gemeinsame Briefmarke heraus. Im August 2005 hat sich China zum ersten Mal als Hauptgastland beim Genf-Fest präsentiert. 2006 und 2007 wurde das „chinesische Neujahrskonzert" in Luzern erfolgreich veranstaltet.
Gemäss der chinesischen Statistik hat die Zahl der schweizerischen Touristen in China im Jahr 2006 mit einem Plus von 12,6% auf 57 000 zugenommen. Die Gesamtzahl der Übernachtungen von chinesischen Touristen in der Schweiz hat im Jahre 2006 gemäss der Schätzung der Schweiz mit einer Zunahme von 19,5% 205 000 erreicht. Sowohl zwischen dem Yulong Snow Mountain in der Provinz Yunnan und dem Matterhorn in Zermatt als auch zwischen der Region Huangshan in der Provinz Anhui und der Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn-Region ist ein Partnerschaftsvertrag geschlossen worden.
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