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Vergangenheit belastet japanisch-chinesische Beziehungen
2004/12/01
 

Die Vergangenheit belastet die japanisch-chinesischen Beziehungen bis heute schwer. Die fehlende Vergangenheitsbewältigung Japans, die bis zur völligen Negierung der durch Japan begangenen Kriegsverbrechen reicht, sorgt immer wieder für Verstimmungen in den Beziehungen Japans nicht nur mit China, sondern auch mit anderen Nachbarländern, die im Asien-Pazifik-Krieg unter dem japanischen Militarismus litten.

Ein Reizthema, das immer wieder die Beziehungen belastet, ist die Aufarbeitung der Folgen des japanischen Militarismus in den japanischen Schulbüchern. Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Zhang Qiyue, sagte dazu am Dienstag in Beijing, Japan dürfe die Geschichte nicht verfälschen. Die jüngeren Generationen müssten über die aggressive Vergangenheit Japans aufgeklärt werden. Nur so könne Japan aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und mit seinen Nachbarn in Freundschaft koexistieren. Um japanischen Jugendlichen eine differenzierte historische Betrachtungsweise zu ermöglichen, müsse die aggressive Vergangenheit Japans in japanischen Geschichtslehrbüchern aufgearbeitet werden.

Das chinesische Außenministerium hat damit auf die Äußerungen des japanischen Bildungsministers Nariaki Nakayama reagiert, der am vergangenen Samstag begrüßt hatte, dass Begriffe wie "Trostfrauen" und "Zwangsarbeit" in neuen japanischen Geschichtsbüchern seltener vorkommen. Am Dienstag hatte sich Nakayama für seine Äußerungen entschuldigt.

Neben den immer wieder auftretenden Debatten über die richtige Darstellung der Geschichte in japanischen Schulbüchern sorgen die regelmäßigen Besuche japanischer Politiker am Yasukuni-Schrein, wo neben den japanischen Kriegstoten auch einigen verurteilten Kriegsverbrechern gedacht wird, immer wieder für Unmut. Bei einem Treffen mit seinem japanischen Amtskollegen Junichiro Koizumi am Dienstag in Vientiane forderte Wen Jiabao eine angemessene Lösung dieser Frage. Wen bezeichnete die Besuche japanischer Spitzenpolitiker am Yasukuni-Schrein als das Haupthindernis für die weitere Entwicklung der chinesisch-japanischen Beziehungen.

Koizumi räumte ein, dass der japanisch-chinesische Krieg dem chinesischen Volk schweres Leid zugefügt habe. Japan wolle daher die Geschichte achten und keinen Krieg mehr entfesseln. Freundschaftliche bilaterale Beziehungen entsprächen den Interessen beider Seiten, so Koizumi.

(CRI/China.org.cn, 1. Dezember 2004)

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