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Interview des Journalisten von «Finanz und Wirtschaft» mit Herrn Botschafter GENG Wenbing
2018/08/13
Am 25.07.2018 gewährte Herr Botschafter GENG Wenbing Herrn Alexander Trentin, Journalisten der Zeitung «Finanz und Wirtschaft», ein persönliches Interview und beantwortete dabei Fragen über folgende Themen: die chinesische Anti-Korruptionskampagne seit dem 18. Parteikongress, die Sino-schweizerische Beziehung, den Sino-amerikanischen Handelskonflikt, die Situation im Nahen Osten sowie die chinesische Aussenpolitik bzgl. dieser Region. Des Weiteren erörtertete Herr Botschafter Geng auch noch über den Inhal und das Wesen der «Belt & Road»-Initiative.


Anhand seiner persönlichen Erfahrungen stellte Herr Botschafter Geng die Anti-Korruptionskampagne vor, die seit dem 18. Parteikongress vorangetrieben worden ist und bis heute bedeutende Erfolge erzielt hat. Dabei unterstrich er, dass die chinesische Regierung entschlossen sei, nachdrücklich gegen Korruption zu kämpfen, um die Rechtstaatlichkeit Chinas zu bewahren und eine aufrichtige politische Kultur zu erzeugen. Damit gewinne die Regierung nicht nur Unterstützung im Inland, sondern auch weltweit Verständnis und Anerkennung. Korruption stelle ein schwieriges Problem und zugleich eine Herausforderung dar, mit der sich die gesamte Menschheit konfrontiert sehe. Daher sei China bereit, die Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft einschliesslich der Schweiz im Bereich der Korruptionsbekämpfung zu versärken.
Hinsichtlich der Sino-schweizerischen Beziehung erklärte Herr Botschafter Geng, dass die strategische Transparenz ein wichtiger Faktor in der internationalen Beziehung sei. China lege grossen Wert auf das Aufrechterhalten der langfristigen freundschaftlichen Kooperation mit der Schweiz, die auf dem gegenseitigen Respekt und dem Win-Win-Prinzip aufgebaut sein solle. Es sei wünschenswert, dass die Schweiz ebenfalls eine transparente Strategie gegenüber China übernehmen könne. Angesichts der unterschiedlichen sozialen Rahmenbedingungen in China und der Schweiz, der unübersehbaren Differenz hinsichtlich der Grösse und Bevölkerungszahl und der verschiedenen Entwicklungsmodelle sei für die beiden Länder besonders wichtig,  gegenseitigen Respekt zu wahren.
Zum Thema Handelskonflikt zwischen China und den USA machte Herr Botschafter Geng deutlich, dass das unilaterale Handeln der US-Regierung, Zölle auf chinesische Waren zu erheben und damit den Handelskrieg auszulösen, unmissverständlich als Schikane gelte. Dadurch werde die normale Ordnung des Welthandels zerstört, weshalb solche Aktionen von der internationalen Gemeinschaft  verwehrt werden sollten. China und die europäischen Länder hätten gemeinsame Interessen daran, den Multilaterismus und Globalisierung zu verteidigen und den Protektionismus sowie Unilaterismus zu bekämpfen. Es herrsche Konsens, dass die Aufrechterhaltung einer multipolaren Welt den Frieden und die Stabilität fördern werde.
In Bezug auf die «Belt & Road»-Initiative wies Herr Botschafter Geng darauf hin, dass diese Initiative zwar aus China stammte, jedoch eine offene Initiative sei, von der die ganze Welt profitieren könne. In jüngster Zeit seien aber kritische Stimmen in den westlichen Medien aufgetaucht. Allerdings bemerkte Herr Geng, dass es ihm beim Lesen von Berichten diesbezüglich aufgefallen sei, dass derartige Zweifel sich aus den Vorurteilen gegenüber China, dem mangelhaften Wissen über die «B & R»-Initiative sowie deren Fortschritte und der fehlenden Bereitschaft zur Teilnahme herleiteten. Die «B & R»-Initiative stelle ein offenes Forum für internationale Kooperation dar und sei nicht als leere Worte zu behandeln. Alle seien willkommen, die an der Initiative teilnehmenden Länder in Zentralasien und Afrika zu besuchen, um einen persönlichen Eindruck von den Erfolgen und Entwicklungsfortschritten der betroffenen Regionen zu schaffen und Zeugen zum Wohlstand der dortigen Bevölkerung abzulegen. China heisse auch weitere Länder willkommen, die das Wesen der «B & R»-Initiative zustimmen und daran teilnehmen wollen, damit diese Initiative allen Völkern zugute kommen könne.
Last but not least konterte Herr Botschafter Geng die Verfälschung ausländischer Medien bgzl. der Xinjiang-Politik der chinesischen Regierung und die verzerrte Berichtererstattung über die beruflichen Ausbildungszentren, die fälschlicherweise als Umerziehungslager beschrieben werden.
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